Das neue Album „Auf dem Weg zurück ans Meer“ ist nun auch in der Spotify-Playlist „Verliebt in Halle“ zu hören: der Soundtrack zur Stadt aus Halle für alle! Vielen Dank an Isabel Hermann und das Team vom Stadtmarketing Halle!
Mit 41 ist man zu alt für eine Musikerkarriere. Oder vielleicht doch nicht? Andreas Ruhland macht es einfach trotzdem. Der Hallenser hat vor kurzem sein neues Album herausgebracht, das zwölf selbstgeschriebene Lieder umfasst. „Auf dem Weg zurück ans Meer“ heißt das Album, das Ruhland unter dem Bandnamen „Songs für Huckleberry“ selbst produziert hat.
Auf ein Plattenlabel oder professionelles Management verzichtet er bewusst, schließlich ist die Musik eine Freizeitbeschäftigung für ihn. Hauptberuflich ist Ruhland Buchhändler und arbeitet bei Thalia am Marktplatz.
„Mein Vater war ein sehr guter Musiker“
„Ich schreibe schon sehr lange Texte, aber habe die nie als klassische Gedichte verstanden. Für mich waren das immer schon Lieder, die nur noch vertont werden mussten“, sagt der gebürtige Wolfener. Vor zehn Jahren habe er eine Gitarre geschenkt bekommen und sich das Spielen dann selber beigebracht. „Mein Vater war ein sehr guter Musiker, aber als Kind und Jugendlicher bin ich irgendwie nie dazu gekommen“, sagt er.
2012 hatte er sich gemeinsam mit einer Freundin zum Ziel gesetzt, über zwölf Monate zwölf Songs aufzunehmen und das Endresultat dann zu Weihnachten an Freunde zu verschenken. Eine sehr gute Idee, wie sich herausstellen sollte, denn inzwischen gibt es schon drei Alben und Ruhland spielt regelmäßig mit mehreren anderen Musikern auf Bühnen im südlichen Sachsen-Anhalt vor bis zu 100 Zuhörern. „Ich schätze die Nähe zum Publikum, weil man dann eine unmittelbare Rückmeldung bekommt. Das macht mir unglaublich viel Spaß“, sagt Ruhland.
Neues Album „leise und nachdenklich“
Seine Lieder handeln von alltäglichen Themen, von Liebe oder vom Finden zu sich selbst. Ruhland selbst bezeichnet sein neues Album als „leise und nachdenklich“. „Das Album gibt verdrängtem Schmerz und unausgesprochener Wahrheit Raum“, sagt er. Es gebe aber auch einige deutliche gesellschaftlichen Positionen und Statements, wie zum Beispiel in dem Lied „Das Geheul“, in dem es in einer Strophe heißt: „Du suchst doch kein Gespräch, du suchst nur eine Bühne für den faschistischen Dreck, den ich von dir zu hören kriege.“
Seine musikalischen Vorbilder seien einige Künstler aus der Singer/Songwriter-Szene, sagt Ruhland. Die Musik von Sufjan Stevens, Tracey Thorn oder auch Clueso hätten ihn beeinflusst. Ob er eines Tages mal genauso erfolgreich vor großem Publikum spielen wird wie seine Vorbilder, weiß er jedoch nicht. „Wenn mich jemand auf Tour mitnehmen will, würde ich nicht nein sagen“, so Ruhland. Doch sein regulärer 40-Stunden-Job habe erstmal Vorrang. Lieder zu schreiben sei „wie Tagebuch zu führen“ für ihn, sagt er. „Es hilft mir, Dinge zu verarbeiten und besser mit ihnen umzugehen.“
›› Die neue CD von „Songs für Huckleberry“ kann man entweder auf Ebay oder online auf songsfuerhuckleberry.com bekommen. Das Album steht auch bei Spotify und iTunes zum Download bereit. (mz)
Im Alter von siebzehn Jahren bekam ich meine erste Videokamera. Zu der Zeit war dieses Geschenk für mich ungefähr so wie ein Hauptgewinn im Lottospiel. Ein Modell von Canon, in das man noch ganz klassisch analog Videokassetten einlegen musste – jedes Smartphone macht heute schärfere Bilder und hat tausendmal mehr Speicherplatz, aber damals war diese Kamera mein Heiligtum. Ich fing an, alles und jeden zu filmen in der Vorstellung, eines Tages Musikvideo-Regisseur zu werden.
Besonders auf Reisen war die Kamera ein ständiger Begleiter – egal, wieviel Gepäck wir auch bei uns trugen, das Teil musste immer mit: ob beim Trampen zur Ostsee mit meinem Kumpel Stefan oder mit Ulrike, meinen Eltern, Nadja, Kristina, Conny und Winnie nach Dänemark. Aus den vielen Stunden Videomaterial ist 24 Jahre später nun ein Musikvideo entstanden, das meine Hommage an die Unbeschwertheit, an die Spontaneität, an den Augenblick und an die wunderbaren Menschen ist, mit denen ich einst unterwegs ans Meer war … und es noch immer bin.
DAS DRITTE HUCKLEBERRY-ALBUM ALS CD, STREAM & DOWNLOAD
Ein neues Album herauszubringen, ist immer auch ein wenig wie ein kleines Weihnachten: Man hat so lange auf diesen Tag hingearbeitet, so viel Zeit, Energie, Nerven und Herzblut investiert, dass man ab und zu kein Land mehr in Sicht hatte und dachte, dass man nie damit fertig wird. Und nun ist es soweit: Mehr als drei Jahre Arbeit sind in diese sehr persönliche und für mich emotional aufwühlende Platte eingeflossen und ich bin sehr, sehr froh, diese kleinen „Babies“ nun endlich in die Welt hinauslassen zu können. Ich wünsche euch allen eine gute Zeit mit den Liedern und hoffe, dass ihr den ein oder anderen Song als Soundtrack auf einem guten und langen Weg ganz für euch entdecken könnt.
Das Album gibt es als Download oder CD-Digi-Pack mit allen Texten.
Hier findest du die Links, um dir das Album physisch oder digital anzuhören:
Und wenn dir die Songs gefallen, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du es in den digitalen Netzwerken und (noch viel lieber) in der realen Welt deinen Freunden erzählst und weiterträgst!
„Das Geheul“ entstand im Januar 2018 – die Flüchtlingskrise war DAS gesellschaftliche Thema, es herrschte große Aufregung. Die Ereignisse überschlugen sich. Viele äußerten, dass man sich nicht mehr sicher fühlt. In meinem Job begegnete ich damals immer häufiger unzufriedenen und ungeduldigen Menschen, die teils unfreundlich und anmaßend im Ton alles in Frage stellten.
Angetrieben von dem Gefühl, in diesem Land seine Meinung nicht frei äußern zu können, und unter dem Eindruck von Gerüchten aus zweifelhaften Quellen, standen Menschen vor mir, die ich seit Jahren kannte, denen es gut ging und deren Gemüter sich quasi über Nacht ins Aggressive gewandelt hatten. Sie zeigten erst einmal auf alle anderen, anstatt bei sich selbst anzufangen und das eigene Handeln und Denken zu hinterfragen.
Ich fand es schwer, diese eindimensionale Betrachtungsweise, dieses Selbstmitleid, diese angebliche Ungerechtigkeit, dieses Klagen zu ertragen, ohne Stellung beziehen zu können. In meinem Job geht das nicht. Anders in meinen Liedern: Hier kann ich meine Meinung sagen. So entstand „Das Geheul“ sozusagen „in einem Rutsch“: direkt, laut und ohne versteckte Botschaft schrieb ich mir meine Fassungslosigkeit von der Seele, um der Jammerei etwas entgegenzusetzen. Hier geht’s zum Video…
Besetzung: Käte – Gitarre // Jens – Gitarre // Hannes – Klavier // Andreas – Vocals & Gitarre
Am 14. Februar spielten wir bereits zum 2. Mal im Ampelhaus Oranienbaum, dieses Mal im Rahmen des Valentinstags-Specials inklusive Fingerfood Buffet von Stephan Ziegler und einem großen Sektempfang. Wir möchten uns bei allen bedanken, die an diesem Abend dabei und natürlich auch mitgewirkt haben, allen voran Jana und ihrem Team vom Ampelhaus! Käte, Hannes, Jensi und ich fühlen uns bei euch wie zu Hause. Wir danken allen Besuchern für’s Zuhören, die schönen Worte und die sehr entspannte Stimmung an diesem Freitag Abend. Ihr alle habt es uns einfach gemacht, uns wie zu Hause wohl zu fühlen.
Wir würden uns über Fotos und Filme von diesem Abend freuen! Eure Aufnahmen könnt ihr mit uns über die Mailadresse kontakt@songsfuerhuckleberry.com teilen. Ganz lieben Dank!
Hast du schon mal überlegt, in einem Musikvideo mitzumachen? Für das kommende Video suche ich Leute, die Lust und Laune darauf haben, ein Zeichen gegen Jammerei, Meckerei, Ungeduld, Aggressivität, eindimensioneles Denken und unfreundliches Benehmen zu setzen. Wenn du im Video für meine nächste Single dabei sein möchtest, schick mir eine Mail an kontakt@songsfuerhuckleberry.com
MINI-ALBUM MIT 3 ACOUSTIC-VERSIONEN UND EINEM WEITEREN SONG DES KOMMENDEN ALBUMS
Eine EP mit den Acoustic-Versionen von „Ans Meer zurück“, „Alles nur den Jungen nicht“, „Still“ und dem Song „Einfach“ aus dem kommenden, neuen Album ist als Stream und Download bei Bandcamp erhältlich…
Der dritte Song aus dem neuen Album ist meine Hommage an die Freiheit und Lässigkeit der Jugend: an das Loslassen, an die Spontanität, an den Moment. Eine Phase, in der es leicht ist, jemand zu sein, gleichzeitig aber gar nicht so einfach ist, man selbst zu sein. Unendliche Möglichkeiten liegen vor dir – auch um Fehler zu machen, um Irrwege zu gehen, aber vor allem, sich selbst zu finden – zusammen mit den Leuten, die man hat und die man dennoch manchmal nicht sieht..
Der Song ist die Erinnerung an eine Zeit, in der (aus heutiger Sicht) alles möglich schien, in der ich mich selbst erst einmal finden musste, um herauszufinden, wohin ich möchte. Ich war naiv, teils leichtsinnig, kompromisslos und wild entschlossen in meiner Richtungslosigkeit – aber ich hatte ein paar gute Freunde, die mich aufgefangen, mich akzeptiert haben, wie ich mich damals vielleicht selbst nicht wahr haben wollte. Ich bin heute dankbarer denn je für die Erfahrungen, die ich mit diesen wunderbaren, einfühlsamen und zu jedem Blödsinn entschlossenen Menschen verbracht habe. Sie haben mich mehr geprägt als ich es mir je hätte träumen lassen. Wir waren kopflos, unverschämt laut und fühlten uns unantastbar, aber wir waren auch erfüllt von Sehnsucht, bis zum Hals voll mit Fragen und auf der Suche nach einem Ort, an dem wir Antworten finden würden – wir waren auf dem Weg zurück ans Meer.
NEUES ALBUM KANN NOCH BIS 18. AUGUST BEI STARTNEXT VORBESTELLT WERDEN
Geschafft – Dank eurer Hilfe ist das zweite Ziel der Crowdfunding-Kampagne bereits 10 Tage vor dem offiziellen Ende erreicht worden! Ich bin überwältigt, glücklich und sehr, sehr dankbar für eure Initiative, Unterstützung und Unermüdlichkeit! Ihr habt mich nicht nur überrascht, ihr habt mich umgehauen! Ein ganz großer Dank an alle Unterstützer und Helfer, die bei Instagram posten, bei Facebook liken und weiterleiten, Freunden davon erzählen, die neuen Songs bei Spotify hoch- und runterspielen, meinen YouTube-Kanal abonnieren, Videos teilen oder es auf anderen Wegen hinausgetragen haben! Ihr seid echt klasse!
Das Kampagnenziel ist somit erreicht, doch die Kampagne läuft noch bis zum 18. August 2019 weiter. Wer mich bis dahin noch unterstützen möchte und/oder ein Exemplar des neuen Albums haben will, hat bis zum kommenden Sonntag noch Gelegenheit, das Album über Startnext zu bestellen.
Übrigens: Als kleines Dankeschön bekommen alle Unterstützer zum Ende der Kampagne am 18. August 2019 drei Songs des neuen Albums geschenkt! Dazu wird ein Link per E-Mail von STARTNEXT versandt, über den die Lieder in Acoustic-Versionen im mp3-Format heruntergeladen werden können.
Der zweite Song aus dem neuen Album „Auf dem Weg zurück ans Meer“ handelt von einer Zeit in meinem Leben, in der ich ein Junge war, den man weitläufig einen Einzelgänger nennt. Ein Träumer, einer, der nicht zu den coolen Jungs gehörte, einer, der kein Fußball spielte, einer, der im Sportunterricht als letzter übrig war, wenn die Klasse in Mannschaften eingeteilt wurde.
In jeder Klasse gab und gibt es wahrscheinlich noch immer jemanden, der übrig bleibt, der weiß, dass er auch dieses Mal wieder als Schlusslicht mürrisch, gehänselt und verspottet aufgenommen wird, weil jeder in der Gruppe insgeheim hoffte: „Alles, nur den Jungen nicht.“ In meiner Grundschulklasse war ich derjenige: ein dicker Junge, langsam, schwerfällig und natürlich ziemlich demotiviert, sich sportlich irgendwie einzubringen oder anzustrengen.
Ich war ein Träumer, einer, der stets damit rechnete, allein dazustehen. Eine Qual, eine Tortur, ein Kampf – für jeden, der das durchgemacht hat. Jeder kennt so einen Jungen, ein Mädchen, einen Mann oder eine Frau aus der Schulzeit oder vom Studium, der Ausbildung oder der Arbeitswelt: ein Außenseiter, weil man zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, zu krumm, zu bunt ist, weil jemand rote oder blaue Haare, Sommersprossen, eine Brille, eine Zahnspange oder einen Migrationshintergrund hat, weil man stottert, hinkt, lispelt, weil man ganz einfach etwas anders ist…
Für diese Menschen, die diesen täglichen Kampf mit sich im Stillen ausmachen, die auf Äußerlichkeiten reduziert werden und sich dabei doch nichts anderes wünschen als jemanden, der ihnen beisteht, und für die, die jeden Abend vor dem Schlafen auf einen besseren Tag hoffen, ist dieses Lied.
Ich habe mit meiner kleinen, feinen Band einige Acoustic-Versionen neuer Songs eingespielt – ganz ursprünglich, so, wie sie geklungen haben, als sie entstanden sind. Wir haben uns für die Aufnahmen ins Wohnzimmer-Studio verschanzt und die Stücke ganz klassisch ohne viel Schnick-Schnack aufgenommen: keine zusätzliche Technik, nur wir, unsere Instrumente und ein Mikrofon – purer Huckleberry Live-Sound. Als ersten Song haben wir uns „Still“ vorgenommen. Das Video kannst du dir gleich hier ansehen, die Acoustic-Version von „Still“ ist zudem auch in den gängigen Streaming- und Downloadportalen zu hören…
Bei STARTNEXT das neue Album „Auf dem Weg zurück ans Meer“ vorbestellen
„Still“ ist die erste Single aus meinem neuen Album „Auf dem Weg zurück ans Meer“, das im Frühjahr 2020 erscheinen soll. Bereits jetzt ist das neue Album über meine eigens dafür ins Leben gerufene Crowdfunding-Kampagne vorbestellbar. Hier kannst du mir helfen, das Album zu finanzieren und rechtzeitig zur geplanten Veröffentlichung fertigzustellen. Ich würde mich riesig über deine Unterstützung freuen!
Das erste Stück, das ich für das neue Album geschrieben habe, ist aus meiner Beobachtung heraus entstanden, dass sich eine ganze Reihe von Menschen, die ich im Stadtalltag treffe, oft unfreundlich, ungeduldig und arrogant, voller Bitterkeit und Verdruss begegnet. Das Lied schrieb sich fast von allein, nachdem mir die latente, alles vereinnahmende Unzufriedenheit aufgestoßen ist, die den Ton dieser Leute bestimmt. Diesem permanenten Verdruss kann ich immer wieder nur eines entgegensetzen: nämlich den Anstoß, etwas aus seinem Leben zu machen – der muss jedoch von jedem selbst kommen. Und so kam die Idee, den Song „Still“ zu schreiben… Hier geht’s zum Video…
Nach fast einem Jahr Live-Pause haben wir uns am 18. Mai 2019 zum „Juttavision Song Contest“ in Teutschenthal getroffen und ein paar neue und alte Huckleberry-Songs gespielt. Vielen Dank an Jutta, alle lieben Helfer und natürlich alle, die uns zugehört haben. Wir haben uns sehr umarmt gefühlt in den vielen guten Momenten und herzlichen Reaktionen auf die (vor allem die neuen) Lieder.
1988 war ich 10 Jahre alt und Songs wie „Nebelmond“ und „Starke Gefühle“ waren nicht nur Lieder, deren Gehalt ich erst viel später verstehen würde, es waren auch Lieder aus einem anderen Land. Dazu kam, dass dieses Album mitten im schillernden, aus heutiger Sicht fast faschingsartigen Synthie–Pop–Gestampfe der 80er Jahre erschien – fast ein Wagnis damals, ein Album mit solch schweren melancholischen, von Verlust, Tod, Trauer und an mancher Stelle auch zu viel Esoterik geprägten Songs zu veröffentlichen.
„Tarot“ wird nicht in die allgemeine Musikgeschichte eingehen, dafür in meine. Ich sollte erst später merken, dass Juliane Werding mich mit diesem Album stärker beeinflusst hat, als ich es mir zeitweise eingestehen bzw. zugeben wollte. Es erscheint heute, wie auch damals, vielleicht uncool, eine Referenz in Juliane Werding zu sehen: in ihrem Auftreten, in den Texten von Michael Kunze, in dem Sound, den Harald Steinhauer damals auf diesem Album geschaffen hat, die genialen (!), von Curt Cress eingespielten Drums und die E–Gitarren von Peter Weihe – jedoch all dies zusammen machte den Moment aus, in dem für einen Augenblick die Welt stillstand, wenn Werding die Bühne der ZDF–Hitparade betrat und eine Zeile wie “Starke Gefühle besiegt nur der Tod“ vor einem feierwütigen Party–Publikum sang. Ein außerirdischer Moment, immer wieder, über Jahre hinweg, wenn sie dort auftrat.
Werding drehte in den 90er Jahren ihren melancholischen Liedern den Rücken, leider. Sie hat bis in die 2000er Musik gemacht – doch die Tiefe und den Sound von Songs wie „Zeit ist ein eisernes Tor“, „Nie mehr“ und „Es wird Zeit“ (allesamt auf diesem Album) hat sie danach nie wieder erreicht. Und auch nie davor – „Conny Kramer“ hin oder her.
30 Jahre später höre ich nun wieder „Tarot“. Kurz vor dem Ende der Platte kommt der Song, der mich damals fast verstörend in seinen Bann zog: „Halt mich fest, Liebster“ – das Ende allen Daseins naht. Das Nichts. Ein Rauschen bleibt. Düsterer war deutscher Pop nie. Ein Meilenstein! Als wäre es eine Momentaufnahme des Songs schaut Juliane Werding vom Cover mit diesem Blick, der eine kurz bevorstehende Apokalypse erahnen lässt. Esser & Strauss inszenierten das perfekte Cover zur Stimmung dieser Songs, die, bei allem, was man mithilfe von Soundeffekten zu dieser Zeit rausholen konnte, ohne die tiefe und starke, nasal anmutende Intonation Werdings nicht das geworden wären, was das Album bis heute zu einer Ausnahmeerscheinung im deutsch-sprachigen Pop macht – und Ursache für so vieles ist, was danach kam – auch für meine eigenen Songs… „Zeit vergeht, nur die Träume bleiben jung“
Am 17. März spielten wir unsere Songs im Ampelhaus in Oranienbaum. Geplant war ursprünglich ein Hofkonzert im Rahmen der Veranstaltung „Hallo Frühling“, das wir dann aber aufgrund eisiger Temperaturen und anhaltenden Schneefalls nach drinnen verlegt haben. Wir haben uns über alle gefreut, die sich trotz der schwierigen Witterungsbedingungen auf den Weg gemacht haben, um uns zuzuhören. Es hat uns riesigen Spaß gemacht!
Wir wünschen dem Projekt Ampelhaus viel Erfolg, weiterhin so viele kreative Köpfe und Ideen und natürlich ganz viele Besucher! Wir möchten uns besonders bei Jana Pfeifer, Kathy Graul und natürlich allen anderen Helfern und Helferinnen vom Ampelhaus-Team bedanken!
Wir freuen uns über Bildmaterial und Videos von diesem Abend!
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Das Team von kartoffelrock.de hat uns die große Ehre zukommen lassen und zu ihrem „Künstler des Monats“ im Februar 2018 gemacht. Wir haben Jan Gebhardt vom Eventteam-Selbitz e.V. ein Interview gegeben, das es weiter unten zu lesen gibt.
Vielen Dank an Jan und das Team von Kartoffelrock, auch für die Ankündigung bei facebook:
Man hört den Schnee fallen in den vierzehn Kurzgeschichten von „Winterschwimmer“, dem neuen Buch von Alexander Osang. Leise, fast unbemerkt und fast immer mit einer stillen, wunderschönen und allseits präsenten Melancholie taumeln die Protagnisten durch ihren Alltag auf der Suche nach ein wenig Wärme, nach einer Wahrheit, nach einer Erfüllung. Sie sind nicht allein, aber einsam und sie sind voller Sehnsucht nach einem Leben, das lange her oder noch nie dagewesen ist.