KÜNSTLER DES MONATS BEI KARTOFFELROCK.DE

Liebe Freunde!

Das Team von kartoffelrock.de hat uns die große Ehre zukommen lassen und zu ihrem „Künstler des Monats“ im Februar 2018 gemacht. Wir haben Jan Gebhardt vom Eventteam-Selbitz e.V. ein Interview gegeben, das es weiter unten zu lesen gibt.

Vielen Dank an Jan und das Team von Kartoffelrock, auch für die Ankündigung bei facebook:

Hier könnt ihr das vollständige Interview lesen:

Wer seid ihr? Woher kommt ihr? Was macht ihr?

Zu unserer Band gehören Käte, Jens, Martin, Matuš und Andreas.
Wir leben, arbeiten und machen Musik in Halle an der Saale. Wenn wir nicht gerade Musik zusammen machen, üben wir alle ganz unterschiedliche Tätigkeiten aus. Unter uns gibt es eine Psychologin, einen Flugzeugbauer, einen Sprachwissenschaftler, einen Industriekaufmann und einen Buchhändler.

Ihr wurdet von uns zum Künstler des Monats gekürt? Was würdet ihr sagen, warum das die richtige Entscheidung war?

Wir machen Musik für die stillen Momente im Leben. Wir erzählen kleine Geschichten aus dem Alltag. Ein paar Songs sind Beobachtungen, ein paar von ihnen ein guter Filter, um eigene Sorgen und manchmal sogar Wut zu verarbeiten. Und widerrum andere Songs sind Briefe, die man auch einem Freund oder einer Freundin schicken könnte, weil die Zeilen darin zum Ausdruck bringen sollen, wie wichtig einem diese Person ist.
Unsere Musik ist weder Avantgarde, noch ist sie populär im Sinne dessen, was derzeit in den Radios gespielt wird – aber unsere Songs kommen von Herzen. Sie sind echt. Jedes Wort in diesen Liedern wurde mindestens 20 mal in die Waagschale geworfen, um zu hinterfragen, ob der fertige Song auch genau das aussagt, was wir ursprünglich mit ihm sagen wollten, als die erste Idee dazu entstand. Wir alle legen einen Teil unserer Seele in diese Songs und offenbaren dadurch manchmal mehr von uns und unserer Gefühlswelt, als wir es ursprünglich zulassen wollten.

Wie kam euer Künstlername/Bandname zustande?

Der Bandname ist eine Reminiszenz an die Bücher von Mark Twain über Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Die darin beschriebenen Abenteuer, das Wiedererleben der eigenen Jugend, das Gefühl der Freiheit, der Naivität und der Lässigkeit sind Aspekte, die mit diesen Büchern in absolutem Einklang stehen. Diesen Klassiker erneut zu lesen, kurz bevor wir unsere ersten Songs geschrieben haben, war wie eine Rückgewinnung der eigenen jugendlichen Unschuld. Es ist eine gefühlt vertraute Atmosphäre dieser wunderbaren Umgebung, in der die beiden Jungen groß werden. Sie entdecken das Leben da draußen für sich und begreifen, dass man sich hier und da durchkämpfen muss, um zu erreichen, was einem wichtig ist. Und es ist immer wieder ein Erlebnis, ihnen dabei zu folgen, wie sie lernen, dass es, egal, wohin man geht, Wurzeln gibt, dass eine Heimat existiert, in der man seine Familie weiß und wo die echten Freunde zu Hause sind. Dieses Buch ruft eine ungeheure Sehnsucht, vielleicht sogar ein bisschen Wehmut und Melancholie nach dieser vorloren gegangenen Unschuld hervor. Und genauso verstehen wir unsere Musik. Sie hat von allem ein bisschen: Geschichten von Abenteuern, Niederlagen und dem unschätzbaren Wert einer Freundschaft in einer längst vergangenen Zeit. Wir sind Nostalgiker, ganz bestimmt, und darum schien der Bandname ziemlich gut zu den Geschichten zu passen, die wir in unseren Songs erzählen.

Welche musikalischen Einflüsse sind bei euch unverkennbar?

Oh, das sind viele. Eigentlich viel zu viele. Die meisten Einflüsse kommen jedoch aus der Singer/Songwriter-Szene – Künstler, die hierzulande (leider) kaum bekannt sind: Sufjan Stevens, Natalie Merchant, The Innocence Mission und Toad the wet Sprocket gehören u.a. zu den wichtigsten Einflüssen, die unseren Songschreiber Andreas inspirieren. Populärere Bands wie Coldplay hören wir aber genauso wie deutsche Songwriter à la Clueso und Tom Liwa.

Was war euer schönster Moment?

Martin: Als Band zweifellos der Auftritt im Lichthaus in Halle im Mai 2017. Unser erstes öffentliches Konzert: wir hatten volles Haus und ein tolles Team, das uns an diesen Abend unterstützt hat.
Jens: Da kann ich mich gar nicht so sehr auf eine bestimmte Sache festlegen. Vielleicht zu sehen, dass unsere Musik in dem einen oder anderen Herzen so ankommt, wie wir es uns erhoffen und so ein schöner Moment erschaffen wurde.
Käte: Das erste Wohnzimmerkonzert vor Freunden und Familien damals im Dezember 2012. Wir hatten eine kleine Gruppe von etwa 20 Leuten eingeladen, denen wir 2 Tage vor Weihnachten zum allerersten Mal überhaupt unsere Songs vorstellten, an denen wir das ganze Jahr über gearbeitet hatten. Das war eine sehr schöne und persönliche Atmosphäre, in der genug Raum und Zeit lag, direkt mit dem Publilum zu interagieren und die Reaktionen „hautnah“ zu erleben.

Was der schlimmste/peinlichste?

Käte: Ein Hustenanfall während einer leisen Klavierballade vor Publikum.
Matuš: Ich denke, der steht uns noch bevor, wenn ich meine Träume richtig deute…
Jens: Das Schlimmste für mich persönlich wäre, wenn ich zu spät zum Auftritt komme, weil ich die Welt noch vor einem Angriff von Außerirdischen retten musste. Immer getreu dem Motto: Sei einfach du selbst. Außer du kannst Batman sein. Dann sei Batman.
Martin: So richtig schlimme oder peinliche Auftritte hatten wir nicht. Klar ist man manchmal enttäuscht, wenn nichts vom Publikum zurück kommt, aber das ist nichts Schlimmes.

Wie und wann habt ihr euch gegründet und wie lief die erste Probe?

Andreas: Unsere Geschichte beginnt 2012, als ich mit Käte ein Singer-/Songwriter- Projekt ins Leben rief, um meinen Texten – die bis dahin als Gedichte konzipiert waren – auch einen Sound zu geben. Die Idee war, innerhalb von 12 Monaten 12 eigene Songs zu schreiben, zu komponieren, zu arrangieren und so aufzunehmen, dass am Ende des Jahres ein komplettes Album herauskommt. Im Sommer nahmen wir das Album auf und spielten kurz vor Weihnachten 2012 zum ersten Mal als „Songs für Huckleberry“ in dem bereits erwähnten Wohnzimmerkonzert.
Es entstanden dann weitere Lieder und es wurde ziemlich bald klar, dass es nicht bei diesem einen Mal bleiben konnte. Martin kam im Herbst 2013 dazu und brachte seine Ideen zunächst am Cajon und auf dem Sound-Tablet ein, die auf dem 2016 erschienen zweiten Album „von einem Leben, das keiner kennt“ eingeflossen sind. Mittlerweile spielt Martin den Bass. Seit dem Sommer 2016 ist Jens dabei, der ursprünglich bei nur einem Huckleberry-Konzert an der Gitarre mitspielen wollte, doch es hatte allen viel zu großen Spaß gemacht, um es nur bei diesem einen Mal zu belassen. Nicht nur Jens kam neu hinzu, auch Matuš spielt seit August 2016 am Cajon und vervollständigt damit die Rhythmusgruppe.

Wie und wo war euer erster Auftritt?

Andreas: Seit Dezember 2012 spielen wir unsere Lieder in Wohnzimmern, Clubs, Hinterhöfen und auf Wiesen in und um unsere Heimatstadt Halle. Unser erstes richtiges öffentliches Konzert haben wir im Mai 2017 im Lichthaus in Halle gegeben. Wir haben drei Monate wie die Irren geprobt für diesen Tag. Dies hat uns natürlich nicht erspart bis zum Hals in Lampenfieber zu stecken. Aber wir hatten ein sehr dankbares und entspanntes Publikum, das uns den Schritt ins öffentliche Licht sehr einfach gemacht hat.

Worauf könntet ihr bei Proben/Auftritten niemals verzichten und warum?

Martin: Unsere Instrumente… Spaß beiseite! Da gibt es eigentlich nichts wirklich Unverzichtbares. Zumindest nichts Materielles. Heißes Wasser für mich? Ein Bier für Matuš? Kaffee? Hm. Ich würde sagen, der permanente Austausch zwischen uns ist in den Proben unverzichtbar.
Jens: Auf die Anträge vom Capotasteramt bezüglich der richtigen Bundwahl. (Anm.: Käte macht einen verdammt guten Job darin, der Band vor jedem Song anzusagen, in welchem Bund das Capo im nächsten Song gesetzt wird – vor allem Andreas schafft es gern, das völlig zu vergessen)
Matuš: Triolen. Matuš liebt Triolen. Witze erzählen. Käte’s Kuchen.
Käte: Hackfleisch
Andreas: Genau diese Kommentare in der Band zwischen den Songs sind für mich unverzichtbar. Sie sind unumgänglich. Es herrscht ein regelrechder Wettbewerb, wer unter uns den produktivsten sarkastischen oder ironischen Kommentar abliefert. Die Songs sind melancholisch genug – wenn wir also nicht zwischendurch immer mal wieder unsere überflüssig wertvollen Hinweise einfließen lassen würden, würden wir alle wahrscheinlich längst schon unter massiven depressiven Störungen leiden 😉

Wo würdet ihr gern einmal auftreten?

Käte: Gärten, Parks, Kneipen, Straßenkonzerte
Matuš: Im Madison Square Garden mit TOTO als Vorband. Dann können die auch ruhig die Million einstecken. Die brauchen sicherlich noch ein paar davon.
Jens: Da stimme ich Matuš ganz und gar zu.
Martin: Generell in mehr Cafés, wie dem Brohmers in Halle oder in auch gern im Objekt 5 in Halle
Andreas: Ich würde sehr gern einmal mit Tom Liwa spielen. Er hat meine Art, zu schreiben, sehr stark beeinflusst. Er ist einer der talentiertesten Songschreiber unserer Zeit und zugleich einer, der in der Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen wird. Völlig zu Unrecht…

Vervollständigt folgende Sätze:

– Wir können besonders gut… anderer Meinung sein
– Wir können überhaupt nicht… Noten lesen und Tempo halten
– Wir wünschen uns… Weltfrieden, ein glückliches Leben und dass viele Menschen unsere Musik kennenlernen
– Wir wissen… dass wir alle einen ziemlichen Knall haben 😉
– Wir werden… nicht die Welt verändern, aber wir machen sie ein wenig bunter

Welche 3 Songs würdet ihr nicht einmal für 1 Million Euro spielen?

Martin: Für 1 Mio spiele ich alles 🙂 Obwohl Bohlensongs, Helene Fischer oder „Last Christmas“ schon hart wären
Jens: 1. Nana Mouskouri – 2. Modern Talking – 3. Die erste Geige, weil wir es nicht können
Matuš: 1. „Roseanna von“ TOTO, aber eigentlich nur weil’s so schwierig ist – 2. „Beat it“ von Michael Jackson, weil das Solo nur Eddie van Halen spielen darf – 3. „Ich hab ’ne Zwiebel auf dem Kopf. Ich bin ein Döner“, weil das echt uncool ist. Aber bei 2 Millionen fange ich an zu überlegen.
Käte: Für 3 Millionen würde ich JEDEN Song spielen, gern auch 2x
Andreas: Alle Nazi-Scheiß-Dreckslieder

Wo würdet ihr nicht einmal für 1 Million Euro auftreten?

Matus: Eine Million ist einfach zu wenig, um sich über sowas Gedanken zu machen.
Martin: Für 1 Mio spiele ich überall… *grins* An unpassenden Orten wie Stadien oder Autohäusern wäre ich jedoch traurig zu spielen, da wir keine Musik für solche Orte machen. Aber 1 Mio kann schon tröstend sein … 😉

Erzählt uns doch mal euren Lieblingswitz!

Martin: Matuš:, na los! Jens: Los, Matuš!
Matuš: Aaaach es hat schon seinen Sinn – Tschatschatscha – daaas ich Rythmusgitarrist bin – Tschatschatscha!
Andreas: Treffen sich zwei Schlüpfer in der Waschmaschine: Sagt der eine zu dem anderen: „Sag mal, bist du im Urlaub gewesen?“. Darauf der andere: „Nein! Wieso?“ Darauf der andere wieder: „Na, weil du schön braun aussiehst!“.

Wofür würdet ihr sofort mitten in der Nacht aufstehen?

Käte: Schokolade während der Fastenzeit
Martin: Meine Tochter
Matuš: Gehacktesbrötchen und ein Pils
Andreas: Eine gute Songidee…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s