Im Rahmen der @bildungswochen gegen Rassismus 2026, die unter dem Motto: „Kein Bock auf Spaltung!“ standen, spielten wir am 14. März im Innenhof vom „neuen theater“ in Halle auf der Eröffnungsveranstaltung. Mit dabei waren u.a. Jan Riedel (Bildungsminister von Sachsen-Anhalt), Alexander Vogt (Oberbürgermeister der Stadt Halle), der Friedenskreis Halle e.V., DaMigra e.V. und Halle gegen Rechts. Unser Dank geht an Robert Werner, Karola Richter und Diana Shcherbakova.
„Leicht (Alles wieder neu)“ ist eine Erinnerung an die 90er Jahre. Eine Phase des Findens, auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Nicht sicher darüber, wer man selbst ist und wem man vertrauen kann. Das Gefühl der Zerrissenheit: zwischen Gehen und Bleiben, zwischen Reden und Schweigen, zwischen Lachen und Weinen. Alles schien möglich und gleichzeitig war nichts davon wirklich greifbar.
Alles war neu und dennoch war das, was ich dabei fühlte, vertrauter und näher als es mir lieb war. Wir können Orte wechseln, aber nicht leugnen, wo wir herkommen. Du kannst dir eine neue Haut überziehen, aber was nützt das, wenn du immer wieder in alte Verhaltensmuster verfällst? Ja, alles beginnt irgendwann immer wieder neu, doch ändert sich jemals wirklich irgendwas? Und bist du wach genug, um etwas daraus für dich zu lernen? Der Hamster im Laufrad kommt nicht zur Ruh… kurz davor, alles in Brand zu setzen, weil ihm langsam bewusst wird, dass er nur ein Zahnrad im Getriebe der Welt ist.
Du fühlst einen Riesenhaufen Wirrwarr in dieser Phase deines Lebens und wenn du ihn schon selbst nicht sortieren kannst, dann hoffen die meisten von uns auf einen Freund da draußen, der dir sagt: Alles wird gut. Doch wenn da niemand ist, der dir zuhört, bleibst du einfach nur vor der Glotze sitzen und schaust zu, wie alle anderen sich aufmachen, etwas Besseres zu finden.
In dieser Zeit wurde die Musik von Tanita Tikaram, Alanis Morissette, Shawn Colvin und Tom Liwa zu einem Freund und die Texte wurden zu meiner eigenen imaginären Gegenwart. Und plötzlich erzählst du von Dingen, die nie passiert sind – in der Hoffnung, dass dir irgendwann mal jemand zuhört.
Es ist schon seltsam, was man so fühlt, wenn man anfängt, die Möglichkeiten zu begreifen, die einem zur Verfügung stehen. Das war nie leicht… und wird auch nie leicht sein. Dieser Song ist so etwas wie ein Brief an mein jüngeres Ich, dem ich eigentlich nur sagen möchte: Trau dich ruhig – es ist nicht leicht, aber so viel hast du nun auch wieder nicht zu verlieren.
„Leicht (Alles wieder neu)“ ist für meine Mama, für Ulrike, für Tina, für Dirk, für Stefan und für Dietmar. „Ich könnt auf fast alles verzichten: den ganzen Quatsch und die Geschichten, völlig ohne Zweifel leben – nur nicht leicht.“
Unsere neue Single CONEY ISLAND SONG handelt vom Reisen und den Menschen, die uns dabei begleiten und auf die wir dabei treffen. Das Video dazu in Brooklyn zu filmen, ist natürlich naheliegend, aber es ist auch eine Hommage an die Serie „Mr. Robot“. Rami Malek spielt darin einen IT-Sicherheitsspezialisten mit dissoziativer Identitätsstörung und wird vom mysteriösen Mr. Robot (Christian Slater) für eine anarchistische Hackergruppe rekrutiert, um die Weltwirtschaft ins Wanken zu bringen.
Wir waren unterwegs auf den Spuren von Mr. Robot an einem traumhaft schönen Sommertag in Brooklyn und haben sehr schnell realisiert, welch großes Geschenk und Privileg es ist, die Freiheit zu besitzen, frei entscheiden zu können, an welche Orte wir wollen. Gerade in Zeiten, in denen es scheinbar keine Garantien mehr gibt, in denen rechtes Gedankengut auf den fruchtbaren Boden von vehementer Ignoranz und zunehmendem Egoismus stößt, in denen die Zusammenhänge immer komplexer und undurchschaubarer werden, war es gut, an diesem Ort zu sein, der uns einmal mehr klar gemacht hat, dass es eine Menge großartiger Plätze, Menschen und Kulturen da draußen zu entdecken gibt, denen wir ohne Angst und Vorurteile begegnen können.
Fünf lange Jahre sind seit unserem letzten Album vergangen! Wir haben’s noch mal getan … und möchten euch unsere neue Single „Für den Moment“ auf die Ohren geben!
Der Song handelt davon, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und verpasste Chancen nicht länger liegen zu lassen: den Moment zu nutzen, im Hier und Jetzt zu leben und nicht länger darauf zu warten, dass die Dinge einem zufliegen. Und er handelt davon, dass man ja leider immer erst merkt, welche guten Freunde und Momente man hatte, wenn sie nicht mehr da sind.
Wir haben lange an diesem Song gebastelt und viel Liebe hineingesteckt, damit er so klingt, wie wir es wollten und nun möchten wir ihn mit euch teilen und würden uns richtig (!) darüber freuen, wenn ihr „Für den Moment“ auch mit Freunden und Familien in den sozialen Netzwerken teilt. Der Song ist ab sofort auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu hören.
Das war’s erst mal … „Für den Moment“ 😉 Wir hören uns!
Käte, Hannes, Jensi und Andreas
„Ich würd gern wieder bei dir bleiben. Den Moment ohne Worte teilen. Wir sind zu gut, um wahr zu sein.“
Andreas und sein Buch über eine Kindheit in Wolfen-Nord
Häuser, die nicht mehr existieren. Straßen, die unter wucherndem Gras verschwinden. Menschen, die weitergezogen sind. Geschichten, die längst vergessen schienen. Ein kleines Buch – schwelgerisch, melancholisch, voller Sehnsucht nach einem Ort, der nicht mehr existiert. Erinnerungen an die Kindheit des rot-haarigen und übergewichtigen Jungen, der damals glaubte, so ganz anders zu sein als die Kinder in seinem Alter. Mit einem lachenden und einem weinendem Auge erzählt Andreas von eigenen Missgeschicken und Schwächen, von der Wärme und Geborgenheit seiner Familie und der Schuld und Unschuld vergangener Tage. In jeder Zeile dieses Buches steckt Musik – nicht nur seine eigene, auch die, die ihn damals wie heute begleitet hat.
Es gibt 2 unterschiedliche Varianten des Buches: eine Kurzgeschichten-Fassung und den kompletten Roman. Die „story.one“-Ausgabe kannst du in jeder Thalia Buchhandlung direkt vor Ort oder online (linke Seite) bestellen. Der vollständige Roman ist rechts verlinkt.
Zusammen mit Pfarrerin Jutta Noetzel hatten wir die Idee, dass an einem Freitagabend Menschen an einem Ort zusammenkommen, an dem sie sich unter „normalen“ Umständen vielleicht nie begegnet wären.
Unser Dank gilt Dr. Jutta Noetzel, Gerhard Noetzel, André Foerster und den Mitgliedern des Pfarrbereichs der Evangelisch-reformierten Domgemeinde in Halle.
Songs für Huckleberry Setlist:
Lancaster Song // Kleiner, leiser Ort // Wieder daheim // Zwei, drei Meilen // Ein Freund // Endlich
Vor ziemlich genau 10 Jahren fiel mir das großartige Buch von Daniela Krien „Irgendwann werden wir uns erzählen“ in die Hände. Inspiriert davon schrieb ich damals „Endlich“, unseren ersten Song überhaupt, der bis heute ein Live-Favorit in jedem unserer Konzerte ist. Nun kommt der gleichnamige Film von Emily Atef ins Kino und passend zum Filmstart haben wir dem Lied einen neuen Anstrich verpasst und es live und unter freiem Himmel neu eingespielt. Hier gibt’s das Video dazu …
Frohe Ostern für euch!
„Es gibt Dinge, die können gleich erzählt werden, andere haben ihre eigene Zeit, und manche sind unsagbar.“
Vor ziemlich genau 10 Jahren haben wir unseren ersten Song veröffentlicht. Damals, 2012, beschlossen Käte und ich ein Jahr lang jeden Monat ein Lied zu schreiben, woraus am Ende unser kleines selbst betiteltes Debut entstand. Nach drei Alben, vielen Konzerten und unzählig schönen Erlebnissen blicken wir heute auf diese Zeit zurück und sind froh, dass ein paar Songs entstanden sind, die uns als Band geprägt und den einen oder anderen bewegt haben. „Martha“ ist aus vielerlei Gründen so ein Stück und deshalb haben wir uns entschieden, dieses Lied aus unserem zweiten Album noch einmal neu aufzunehmen.
Mit unserem neuen Video endet unsere Reise „Auf dem Weg zurück ans Meer“. In den letzten zwei Jahren haben wir so viele schöne und emotionale Reaktionen auf das Album erhalten, konnten eine Reihe wunderbarer Menschen kennenlernen, hatten großen Spaß zusammen, mussten jedoch auch lernen, loszulassen und zu akzeptieren, während sich um uns alle die Welt komplett verändert hat. Wir möchten jedem einzelnen danken, der/die uns in dieser Zeit begleitet, unterstützt und gehört hat. Es ist nun an der Zeit, weiter zu reisen und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Wir werden sehen, „wohin der Wind uns […] trägt“…
Auf Initiative von Petra Popiela und Martin Kabitzsch (Pfarrer der Johanneskirche Wolfen) hielt Friedrich Wegner (Franckesche Stiftungen Halle) den Gottesdienst, dessen Predigt sich mit dem Thema „Die Mitte der Welt“ auseinandersetzte. Dazu spielten wir live unseren gleichnamigen Song, zusammen mit den Stücken „Martha“, „Ein Freund“ und dem bisher unveröfftlichten A-Cappella-Stück „Schlaf gut, mein Freund“. Am Nachmittag gab es für die Besucher noch ein paar weitere Huckleberry-Songs im sommerlichen Pfarrgarten bei Kaffee und Kuchen zu hören.
Unser Dank gilt den Veranstaltern und Besuchern für die liebevollen, uns entgegengebrachten Reaktionen!
Hier ist das Video zu unserem Song „Es ist zu lange her“, der siebten Single
aus unserem Album „Auf dem Weg zurück ans Meer“ – erhältlich als CD, Stream & Download.
„Es ist zu lange her“ thematisiert die sich einschleichende Routine in Beziehungen, die vom Schweigen des Alltags geprägt sind. Wo früher Begeisterung und Vorfreude auf das Unbekannte existierten, ist jetzt Stille. Die Leichtigkeit des unbeschwerten Miteinanders, die Lust auf sich täglich neu ergebende Perspektiven – alles lange her. Schwer wiegen die verdrängten Gedanken und unausgesprochenen Wahrheiten um die Möglichkeit, den gemeinsamen Weg nicht länger gemeinsam zu gehen, auf dem man so vieles schon gesehen, erfahren, aber auch überstanden hat: die Sehnsucht, den Schmerz, den Verlust, die Enttäuschung, die Unsicherheit. Aber da ist auch eine Gewissheit – um die prägenden Erlebnisse, den Zauber der Orte, als man sie das erste Mal sah, all die Schönheit in der Welt, die gemeinsamen Jahre und Erinnerungen.
Der Kulturfalter aus Halle hat uns ein paar Fragen für seine Rubrik „Bandsteckbrief“ gestellt.
Die Antworten findet ihr gleich hier unten im Link. Vielen Dank an Martin Große für das Interview!
Hier ist das Video zu unserem Song „Nichts geschieht“, der bereits sechsten Single
aus unserem Album „Auf dem Weg zurück ans Meer“ – erhältlich als CD, Stream & Download.
Der Song erzählt von den Straßen, Häusern und Menschen meiner Kindheit und Jugend, die ich zu DDR-Zeiten in Wolfen-Nord verbrachte. Mit dem Fall der Mauer veränderte sich dieser Ort mit den tausendfach identischen Plattenbauten (den berühmt berüchtigten „Arbeiterschließfächern“), durch den sich täglich tausende Menschen wie Ameisen bewegten. In den Jahren nach der Wende wurden Häuserblöcke abgerissen, Straßen sind verschwunden, ganze Viertel wurden aufgelöst – dort, wo einst eine lebendige Stadt zu finden war, sind heute teilweise wieder Felder und grüne Wiesen. Nur wenig erinnert noch an das Leben, das dort einst existierte – als wäre ein Teil der eigenen Geschichte verloren, ein Teil der Kindheit ausgelöscht.
„Nichts geschieht“ erzählt von dem Gefühl, wieder an diesem unwirklichen Ort zu sein. Der Song ist eine Reise zurück in die Vergangenheit, zurück zu den Wurzeln, wo so viele Erinnerungen begraben sind, in einer anderen Zeit, einem scheinbar anderen Leben …
Käte – Gitarre // Jens – Gitarre // Hannes – Klavier // Andreas – Vocals & Gitarre
Wir haben uns sehr gefreuet, endlich wieder live spielen zu können! Nach 2017 haben wir wieder im Lichthaus gespielt und dabei die Akustik-Versionen der Songs des neuen Albums vorgestellt.
Wir möchten uns bei allen Gästen und natürlich beim gesamten Team vom Lichthaus für den schönen Abend und die angenehme Atmosphäre bedanken! Wir suchen zudem Bild- und Videomaterial von diesem Abend – wenn du uns deine Aufahmen zur Verfügung stellen möchtest, würden wir uns freuen, wenn du uns per Mail kontaktierst oder sie über die bekannten Wege in den sozialen Netzwerken mit uns teilst. (#songsfuerhuckleberry)
Das bereits fünfte Video aus dem neuen Album ist in diesem Sommer im Umland von Halle entstanden. Es ist eine Hommage an die wunderbaren Tage des Frühlings, wenn die Natur wieder aufblüht, die Tage heller und wärmer werden und alles zu neuem Leben erweckt wird. Der Song selbst ist eine Liebeserklärung: geradlinig, direkt, ohne versteckte Botschaft und doppelten Boden – meine Variante von Sam Cooke’s „Wonderful world“. Immer, wenn ich diesen Song höre, denke ich, wie schwer es doch ist, die schönen und dabei doch so einfachen Dinge des Lebens in ganz schlichten Worten rüberzubringen, ohne dabei kitschig zu sein.